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WEINVERKOSTUNG ZUM KORTIZES-VORTRAG
18. März / 18:30 - 21:30

Besucht uns im Sternen-Café im Nürnberger Planetarium mit unserem Partner
am 18.03.2025 von 18:30 – 20:00 Uhr und von ca. 21:00-21:30 Uhr zur offenen Weinverkostung.
Genießt unsere PROBST WEINE – auch alkoholfrei! – bei ausgewählten Kortizes-Veranstaltungen vor und nach spannenden Vorträgen. Die Karten für die Vorträge werden direkt im Planetarium gebucht.
Wir haben eine kleine Auswahl unserer aktuellen Weine dabei. Vorbestellungen können abgeholt werden.
Unsere Kooperation mit Kortizes dient dazu, gegenseitig den Horizont und Diskurs bezüglich der menschlichen Wahrnehmung mit allen Sinnen zu erweitern.
Vortrag am 18.03.25
19:30 – 21:00 Uhr
Wie bewusst empfinden Tiere? Können Bäume leiden?
Moderner Panpsychismus und die biologischen Voraussetzungen von Empfindungen
Vortrag von Prof. Dr. Andreas Draguhn
Haben Bäume Empfindungen? Sind Pilze, Pantoffeltierchen oder einzelne Zellen unseres Körpers intelligent? Kann alles, was lebt, leiden? Aus Sicht der »basalen Kognition« und der »Pflanzen-Neurobiologie« sind diese Fragen keineswegs absurd. Vielmehr sollen sie uns helfen, das überkommene anthropozentrische Weltbild der westlich-naturwissenschaftlichen Tradition zu überwinden. Wir müssten endlich erkennen, wie differenziert das Verhalten und die Wahrnehmung aller Lebewesen ist, egal wie sehr sie sich von uns Menschen unterscheiden. Tatsächlich reagieren alle Organismen differenziert auf lebensfreundliche oder schädliche Reize. Aber ist das wirklich mit Empfindungen verbunden? Im Vortrag soll diese Idee aus Sicht eines Neurophysiologen kritisch diskutiert werden.
Am Beispiel von Schmerz-Empfindungen werden wir fragen, welchen Unterschied es bedeutet, ob ein Lebewesen ein Gehirn hat oder nicht. Dabei werden wir feststellen, dass Menschen und Tiere sich gerade aufgrund ihres zentralen Nervensystems grundlegend von Pflanzen, Pilzen und einzelnen Zellen unterscheiden. Nur Lebewesen mit einem zentralen Nervensystem können, nach heutigem Wissensstand, Empfindungen, Emotionen, Gedanken und Bewusstsein haben. Dabei unterscheiden sich die mentalen Funktionen zwischen verschiedenen Tierarten, zwischen Gesunden und Kranken, und sogar situationsabhängig bei jedem einzelnen Menschen. Auch dafür sind Aufbau und Funktion des Gehirns entscheidend.
Das Wissen um die biologischen Voraussetzungen von Schmerz hilft uns einzuschätzen, welche Lebewesen leiden können und welche nicht. Dabei sollten wir uns bewusst bleiben, dass unser Wissen stets unsicher und unvollständig ist. Darin liegt der Wert der gegenwärtigen Diskussion – sie hilft uns, über den Ursprung von Empfindungen, die biologischen Voraussetzungen für Leiden und das Besondere von Menschen und Tieren nachzudenken.
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